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Commerzbank kann es keinem recht machen

Es scheint, als könne die Commerzbank machen, was sie wolle – am Ende wird es ihr negativ ausgelegt.

  • Im ersten Quartal konnte die Commerzbank die Analystenerwartungen schlagen, schnitt aber aufgrund höherer Steuern schlechter ab als im Jahr zuvor: Das Presseecho war vernichtend. Der Börsenkurs fiel.
  • Im zweiten Quartal konnte die CoBa die Analystenerwartungen und auch das Vorjahresergebnis aufgrund niedrigerer Steuern erreichen, aber das Presseecho war ebenfalls vernichtend (“Ergebnis nur durch niedrige Steuern gerettet”). Der Börsenkurs fiel.
  • Jahrelang galt die Beteiligung des Bundes als Klotz am Bein, insbesondere für Fusionen (welche europäische Bank möchte ihre Strategie gern mit Olaf Scholz besprechen?). Jetzt ist der Bund offenbar doch bereit, sich von der Bank zu lösen – und der Börsenpreis fällt weiter.

Es scheint, egal welche Meldung es um die Bank gibt, in der Presse gibt es einen negativen Spin. Die Commerzbank notiert zum niedrigsten Kurs aller Zeiten. Das Verhältnis von Marktwert zu Buchwert liegt mittlerweile fast bei 1 zu 5.

Bei einer objektiven Betrachtung muss man sich fragen:
Ist das die schlechteste Commerzbank ever ever?

  • Die Eurokrise wird durch die EZB kontrolliert, hier sind erstmal keine gravierenden Einschläge zu erwarten.
  • Die faulen Kredite aus den Schiffsfinanzierungen sind weitestgehend abgebaut
  • Die Risikovorsorge für eine schwächere Konjunktur wurde bereits erhöht.

Verglichen mit historisch wirklich schlechten Zeiten geht es der Commerzbank relativ gut. Von daher kann der gegenwärtige Kursverfall der Commerzbank nur als technisch begründet argumentiert werden.

Ich halte daher weiterhin an meinem Commerzbank Investment fest.

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