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Covid-19 – Gedanken zum aktuellen Stand

Die zweite Welle ist da, der Wellenbrecher-Lockdown steht bevor. Der Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt, mal kurz auf die aktuelle Lage hier in Deutschland zu schauen. Am Ende des Tages hat es ja auch einen therapautischen Zweck – wenns auf dem Papier steht, ist es vielleicht ein bisschen weniger präsent im Kopf.

Wo stehen wir?

Heute morgen hatten wir zum ersten Mal über 18.000 Neuinfektionen, die im Laufe des gestrigen Tages an das RKI weitergemeldet worden sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl in der nächsten Woche weiteranwächst, da der zweite Lockdown ja erst in der darauffolgenden Woche Wirkung entfalten können wird. Die Coronakarte ist tiefrot, bis auf die Küste, das ehemalige Zonenrandgebiet – und Brandenburg.

Quelle: https://corona.rki.de Stand 30.10.2020

Wie kamen wir hier hin?

Im Sommer hatten wir das Virus tatsächlich weitestgehend im Griff. Es gab vereinzelte Ausbrüche (Thönnies, diverse Großhochzeiten), die sich jedoch relativ schnell austreten ließen. Mit dem Ende der Sommerferien wurde es dann jedoch komplizierter. Das hatte verschiedene Ursachen:

  • die Heimreiserückkehrer
  • die Erntehelfer
  • das bayrische totale Organisationsversagen
  • die geöffneten Schulen

Durch die Reiserückkehrer kam es zu einem wesentlich neuen Eintrag on Virus in die Bevölkerung. Während es im Sommer ausschließlich die Arbeiterkolonnen in der Fleischindustrie waren, die das Virus mit sich brachten, kamen nun zusätzlich zahlreiche in Deutschland lebende Südosteuropäer zurück aus ihrem Familienurlaub in der alten Heimat. Diese wurden begleitet von einer Vielzahl von Erntehelfern, die das Virus ebenfalls aus ihrer Heimat mitbrachten.

Die Verbreitung dieser zusätzlich neueingebrachten Viren wurde begleitet durch die Inkompetenz der bayrischen Testorganisation und den Vertuschungsversuch ebendieser durch die Bayrische Landesregierung. Die bayrischen Tester hatten ca. 1000 Coronapositive Einreisende im Glauben gelassen, gesund zu sein, und die bayrische Landesregierung hat diesen Fehler ca. 5 Tage lang vertuscht. Damit haben sie 1000 neue Lunten an die Gesundheitsvorsorge im Land gelegt. Denn wer sich nicht nur gesund fühlt, sondern auch noch eine offizielle Bestätigung dieser Gesundheit erhält, der hält sich bei sozialen Kontakten auch nicht zurück.

Die Wiedereinführung des Präsenzunterrichts sowie des Mannschaftssports führte dann zur Verstetigung des Problems. Denn während sich über den Sommer Ansteckungen nur innerhalb begrenzter sozialer Cluster totliefen, kann der Virus nun durch den sozialen Schmelztiegel Schulen zwischen den Clustern wandern.

Wie geht es weiter?

Wenn man meiner Logik folgt, ist es nahezu ausgeschlossen, dass der Lockdown effektiv sein wird.

  • Durch die geöffneten Schulen entstehen weiterhin die kritischen Kontakte, die die Fortpflanzung des Virus begünstigen
  • durch die Verlagerung von persönlichen Treffen ins Private werden die diese Kontakte enthemmt.
  • einzig der Publikumsbann im Profisport wird einen positiven Effekt haben.

Wir werden also in vier Wochen vermutlich mit 40000 täglichen positiven Testergebnissen zu tun haben. Dieser Wert wird jedoch durch die Testkapazität bestimmt werden: Die Zahl der Tests wird nicht mehr wie bisher mit der Zahl der Infizierten mitwachsen können, was zu steigenden Zahlen ungetesteter Infizierter führt, die wiederum das Virus weiterverbreiten.

Was hilft?

Es gibt verschiedene Medikamente, die im Gespräch sind, aber es gibt auch eine Hausmittel, die in verschiedenen Studien gezeigt haben, dass sie einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf haben können.

  • Mundspülung: Es wird angenommen (und in Studien gibt es hierfür bestätigende Indizien), dass Mundspülung die Virenlast im Rachen reduziert. Dies kann zum einen den VirenAUSSTOSS reduzieren (man ist weniger ansteckend) und zum anderen reduziert es wohl die Anzahl der Viren, die sich im Körper auf Wanderschaft begeben und andere Organe befallen können. Und vor allem: auch wenn es nicht gegen Corona hilft, bekämpft es andere Probleme…
  • Aspirin: Eines der größeren Probleme bei schweren Krankheitsverläufe ist das Verklumpen von Blut, wodurch Lungenkapillaren verstopft und zerstört werden. Aspirin wirkt als Blutverdünner und sorgt hier für weniger Kompliketionen bei schwereren Verläufen.
  • Vitamin D: hilft der allgemeinen körperlichen Abwehr. Es gibt Gründe, warum Corona in Afrika verhältnismäßig schwach ausgeprägt ist.

Dieser Artikel ist ein erster Überblick und Rundumschlag. In der Folge werde ich auf aktuelle Entwicklungen oder einzelne Aspekte eingehen.

Was brennt euch auf der Seele, welche Tipps habt ihr für den Umgang mit der Pandemie? Schreibt es in die Kommentare.

So long.

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